Du und ich

Du und ich

Wenn der Raum zusammenfällt,
der uns sonst zusammenhält,
und dabei kreischend wuchtig laut
gewaltig uns zu Boden haut …

Wenn aus Licht nur Dunkel sprießt,
wie Wasser plötzlich Staub nur ist,
verwelkt das grüne Gras zu Heu,
ohne Ernte sammeln wir nur Spreu.

Wenn das alles so vergeht
und die Reise dorthin geht,
werde ich zufrieden sein-
bin mit dir ja nicht allein.

Hälst und stehst zu mir,
du und ich sind wir ein wir!
Du die Wurzel, ich der Zweig
und beide einer Seele Einigkeit.

©Michael Kalters 2017

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Letzter Gang

Der letzte Gang

Ich bin schuldig.
und bekenne mich.
Am Ende werde ich
mich sehr geduldig
deiner Strafe übergeben.

Habe alles jetzt verlebt,
gute Werke sind vergessen.
Nie hatte ich besessen-
obwohl doch angestrebt-
Wichtigkeit in deinem Leben.

Verlasse jetzt die Welt,
niemand wird mich suchen.
Nicht einmal dein Fluchen
und dein Weinen zählt.
Ganz zu Ende alles Streben.

© Michael Kalters 2017

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Liebe dich nicht!

Lieb dich nicht!

Ich liebe dich nicht,
du fehlst mir nur.
Sehe dein Gesicht,
hör dich im Flur.

Rieche deinen Duft
Der mich umschlingt.
Deine Stimme ruft,
ihr Hall verklingt.

Weißes Licht, es blendet.
Kann dich nicht sehen.
Deine Sonne spendet
zuviel beim Untergehen.

Wollte dich fassen,
wollte dich verstehen.
Wollte nicht lassen.
Wollte nicht gehen.

Wie doch die Seele brennt,
da gibt es kein Gewinnen.
Liebe mich versengt
Und kein Entrinnen.

Ich liebe dich nicht?
Heute, ewig und auf immer
Mir mein Herz zerbricht
Ohne dich kein Hoffnungsschimmer!

©Michael Kalters 2017

 

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Gepanzertes Herz

Gepanzertes Herz

Ich weiß: ich brauch dich nicht.
Ich weiß: ich lasse mich nicht
und niemals verletzen.
Mein Herz in deiner Hand ist unbedroht-
bis zu meinem Tod.

Der tägliche Sturm – na und?
Nur Emotionen.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
mit dem Öl der inneren Distanz.
Und dann tut es überhaupt nicht weh,
wenn du mich ignorierst.

Tägliches Grübeln- na und?
Nur Gefühle.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
mit dem Öl der Ignoranz.
Und dann tut es überhaupt nicht weh,
wenn du mich nur benutzt.

Doch täglich ist da etwas.
außerhalb der Macht.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
solange, bis er brennt.
Und Asche bleibend nur
das stechende Herz dem Schicksal überlässt.

Und täglich gebend dir
das Ganze.
Und täglich nehmend von mir
mein Ganzes ohne Echo.
Das bist du. Und ich auch.

Und täglich ein bisschen Groll
macht aus Liebe Verbitterung.
Nur Innigkeit kann solchen Hass gebären.
Nur ein zerquetschtes Herz
flammt so noch einmal auf.

Ich weiß: ich brauch dich nicht.
Ich weiß: ich lasse mich nicht
und niemals verletzen.
Mein Herz in deiner Hand war unbedroht-
bis zu meinem Tod …

©Michael Kalters

 

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Im Karussell

Im Karussell

Tag vorbei und kein Gewinn,
da war nichts Gutes und kein Sinn.
Habe versagt wie jeden Tag
der heute heißt, den ich nicht mag.

Werde ein paar Stunden schlafen,
in denen Träume mich bestrafen.
Am Morgen dann ein neues Licht,
auf mich den schwarzen Schatten bricht!

©Michael Kalters

 

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Der Blick

Nur ein Blick

Sie und sie und ich
im Raum. Ganz offiziell.
Sie und sie und ich
und weißes Licht so grell.

Ein paar Worte ausgetauscht.
über sie und mich.
Gegenseitig dann gelauscht,
Sie und sie und ich.

Plötzlich eine sie
der beiden, hier im Raum,
schaut mich an wie nie
als wäre es ein Traum.

Sie und sie und ich
Und doch nur ich und du.
Wie überraschst du mich!
Lässt mich nicht mehr in Ruh‘.

Mein Name – dir vertraut,
der deine ist noch unentdeckt.
Dein Blick macht Gänsehaut.
Wir haben uns entdeckt!

Sie und du und ich
im Raum. Ganz offiziell.
Sie und du und ich
Nur wir beide brennen hell.

©Michael Kaltersface-419202_640.jpg

Der Coffeeshop

Der Coffeeshop

Wie immer Durst am Morgen
Schlich ein Schatten meiner selbst
Innendrin nur voll mit Sorgen
Zum Coffeeshop.

Wie immer Sehnsucht spürend
Trat ich durch die Tür
Innendrin noch immer frierend
In den Coffeeshop.

Die Freude taute langsam auf
Wie immer wartete mein Tisch
Dann nahm alles seinen Lauf
Im Coffeeshop.

Wie immer an dem Fenster dort
Wartete mein Stuhl auf mich.
Es war mein Rückzugsort
Im Coffeeshop.

Panik heute! Mein Platz nicht frei!
Jemanden mit langem Haar
Schien es einerlei
Im Coffeeshop

Zerstört am Boden und umnachtet
Nahm ich den noch freien Stuhl
Hab nicht auf die Frau geachtet
Im Coffeeshop.

Hätte ich sie wahrgenommen
Angesprochen und gelacht
Lebensglück hätt‘ ich bekommen
Heut im Coffeeshop.

©Michael Kalters

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Allein

Allein

Eiskalter Wecker erlöst gemein
vom letzten Alptraum der Nacht.
Bitter das Licht –
und wieder allein.

Blick in den Spiegel hinein.
Leeres Gesicht darin
verhöhnt dich –
und wieder allein.

Schmutzige Tasse, zerstörtes Design,
fader Kaffee darin
ätzt den Magen –
und wieder allein.

In den Nachrichten schrein
empörte Massen.
Nur noch ausschalten –
und wieder allein.

Ihr Gesicht so schön und fein,
ihre Lippen warm,
ihr Herz so falsch –
und wieder allein.

Nachts – am Himmel gelber Schein.
Schwarzes Meer am Hals,
das Salz in den Lungen –
für immer allein.

©Michael Kalters

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