Blues

Blues

Höre den Blues
und fühle mich schlecht.
Höre den Blues,
es ist nicht recht.
Höre den Blues,
und schaue dich an.
Höre den Blues
und weiß, ich kann
Höre den Blues
dich nicht mehr begleiten.
Höre den Blues,
nur kränken und streiten.
Höre den Blues,
gefriert mir das Blut
Höre den Blues,
niemals wird alles gut!

©Michael Kalters 2018
PS: inspiriert von Mighty Sam McCLain „When the hurt is over“

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Einsamkeit

Einsamkeit

Dachte ich,
die Einsamkeit
gibt es nur hier.

Doch Tausende
einsamer Seelen
ahnen nichts voneinander.

Vor dem Kamin
mit der Gitarre
oder einem guten Buch.

In der Bar
beim vierten Drink
und immer noch unglücklich.

Ein leerer Blick
in den Himmel,
ohne die Sterne zu sehen.

Das diffuse Licht
der Städte verschlingt
ohne Erbarmen Verlorene.

Einsamkeit ist nur
in dir, gib keine Schuld
den anderen, die einsam sind.

© Michael Kalters 2018

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Depression

Depression

Willst du es hören?
Niemals doch!
Kannst du verstehen?
Wie solltest du!

Hass – ist nicht richtig.
Freude, sie fehlt.
Nur noch Verzweiflung.
Es ist kein Spiel.

Du hast mich so satt
mit meinem Gefühl.
Bin völlig erschlagen
für dich viel zu viel.

Sagt der Arzt ein Wort:
„Deppression!“
Ich weine zurück:
„Weiß ich doch schon!“

Kein Sterben, kein Leben
niemand versteht mich mehr.
Du wendest dich
und gehst. Alles leer.

©Michael Kalters 2018

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Taschenbuch erschienen

„Seelen im Aufbruch“ – als 492-seitiges Taschenbuch erhältlich

 

Nachdem das eBook aufgrund diverser Schwierigkeiten zwischen XinXii.com und Amazon.de Mitte des Jahres einfach aus der Auflistung bei Amazon verschwand, ist es nun wieder dort gelistet. –> zum eBook

Das Taschenbuch ist ab dem 26.12.2017 nun ebenfalls erhältlich – für Leser, die lieber das Rascheln von Seiten hören und das Umblättern dem „Touchen“ vorziehen.

Moloch

Moloch 

Ich kam in die Stadt,
da schlugen mich die Häuser tot.
Gewaltig glänzend glatt-
sie haben mich bedroht.

Die Stadt will nur morden,
dennoch will jeder hin.
Von allen Weltorten
hat sie keinen Sinn.

Leiber und Massen-
zerfressen, allein-
Geld verprassen
oder obdachlos sein.

Äußerlich mächtig,
im Innern nur krank,
ist sie so prächtig-
zum Tode verdammt.

Mit ihr gemeinsam zerfallen
Moral, Gefühle und Ehre.
Packt dich mit stählernen Krallen,
als ob sie eine Göttin wäre.

Heute Nacht wollt’ ich fliehen.
Sie wirf ihre Seile.
Bars und Lichter ziehen.
„Es hat keine Eile!“

©Michael Kalters 2017

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Du und ich

Du und ich

Wenn der Raum zusammenfällt,
der uns sonst zusammenhält,
und dabei kreischend wuchtig laut
gewaltig uns zu Boden haut …

Wenn aus Licht nur Dunkel sprießt,
wie Wasser plötzlich Staub nur ist,
verwelkt das grüne Gras zu Heu,
ohne Ernte sammeln wir nur Spreu.

Wenn das alles so vergeht
und die Reise dorthin geht,
werde ich zufrieden sein-
bin mit dir ja nicht allein.

Hälst und stehst zu mir,
du und ich sind wir ein wir!
Du die Wurzel, ich der Zweig
und beide einer Seele Einigkeit.

©Michael Kalters 2017

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Letzter Gang

Der letzte Gang

Ich bin schuldig.
und bekenne mich.
Am Ende werde ich
mich sehr geduldig
deiner Strafe übergeben.

Habe alles jetzt verlebt,
gute Werke sind vergessen.
Nie hatte ich besessen-
obwohl doch angestrebt-
Wichtigkeit in deinem Leben.

Verlasse jetzt die Welt,
niemand wird mich suchen.
Nicht einmal dein Fluchen
und dein Weinen zählt.
Ganz zu Ende alles Streben.

© Michael Kalters 2017

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Liebe dich nicht!

Lieb dich nicht!

Ich liebe dich nicht,
du fehlst mir nur.
Sehe dein Gesicht,
hör dich im Flur.

Rieche deinen Duft
Der mich umschlingt.
Deine Stimme ruft,
ihr Hall verklingt.

Weißes Licht, es blendet.
Kann dich nicht sehen.
Deine Sonne spendet
zuviel beim Untergehen.

Wollte dich fassen,
wollte dich verstehen.
Wollte nicht lassen.
Wollte nicht gehen.

Wie doch die Seele brennt,
da gibt es kein Gewinnen.
Liebe mich versengt
Und kein Entrinnen.

Ich liebe dich nicht?
Heute, ewig und auf immer
Mir mein Herz zerbricht
Ohne dich kein Hoffnungsschimmer!

©Michael Kalters 2017

 

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Gepanzertes Herz

Gepanzertes Herz

Ich weiß: ich brauch dich nicht.
Ich weiß: ich lasse mich nicht
und niemals verletzen.
Mein Herz in deiner Hand ist unbedroht-
bis zu meinem Tod.

Der tägliche Sturm – na und?
Nur Emotionen.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
mit dem Öl der inneren Distanz.
Und dann tut es überhaupt nicht weh,
wenn du mich ignorierst.

Tägliches Grübeln- na und?
Nur Gefühle.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
mit dem Öl der Ignoranz.
Und dann tut es überhaupt nicht weh,
wenn du mich nur benutzt.

Doch täglich ist da etwas.
außerhalb der Macht.
Ich fette meinen Herzschutzpanzer
solange, bis er brennt.
Und Asche bleibend nur
das stechende Herz dem Schicksal überlässt.

Und täglich gebend dir
das Ganze.
Und täglich nehmend von mir
mein Ganzes ohne Echo.
Das bist du. Und ich auch.

Und täglich ein bisschen Groll
macht aus Liebe Verbitterung.
Nur Innigkeit kann solchen Hass gebären.
Nur ein zerquetschtes Herz
flammt so noch einmal auf.

Ich weiß: ich brauch dich nicht.
Ich weiß: ich lasse mich nicht
und niemals verletzen.
Mein Herz in deiner Hand war unbedroht-
bis zu meinem Tod …

©Michael Kalters

 

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