Endlich ein Name , ein Name zur Frau

Hier gab es nur eine Klingel. Der Name berauschte ihn sofort, als er ihn las. Nicht wegen des Namens selbst, sondern weil er ein Stück vorwärts gekommen war, weil er logisch gehandelt hatte trotz aller Planlosigkeit. Weil die Lady nun nicht mehr anonym war. Weil sein Leben sich formte. Er hatte den Mut aufgebracht und er hatte seine tägliche Routine durchbrochen. Er hatte seine Panik besiegt und war ihr in den berstenden Bus gefolgt. Den Schweißausbruch, das Zittern und die Angst in einem mit Menschen gefüllten Raum hatte er auf sich genommen. Und er wurde belohnt dafür! Jetzt wusste er ihre Adresse und den Namen. Ihren Namen. Und niemals würde er ihn wieder vergessen, auch nicht, wenn er nun auf der Heimfahrt wiederum tausend Tode im voll besetzten Bus sterben würde. Seine Krankheit konnte das Interesse an dieser Frau nicht besiegen. Tabea, Tabea Engel.

Und immer noch kein Plan. Er fühlte sich plötzlich noch elender.

Aus: „Seelen im Aufbruch“

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