Heimweh – wonach?

Heute stolperte ich über ein Gedicht von Mascha Kaléko und möchte es hier kurz vorstellen.

Mascha Kaléko
HEIMWEH, WONACH?

Wenn ich »Heimweh« sage, sag ich »Traum«.
Denn die alte Heimat gibt es kaum.
Wenn ich Heimweh sage, mein ich viel:
Was uns lange drückte im Exil.
Fremde sind wir nun im Heimatort.
Nur das »Weh«, es blieb.
Das »Heim« ist fort.

 

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